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100 Jahre TV Ollheim

Handballzauber zum 100-jährigen des TV Ollheim

Benefizspiel der SG Ollheim-Straßfeld gegen das Gold-Star-Team um Heiner Brand in der Sporthalle Heimerzheim -

Quelle: www.swisttal.de

Heimerzheim. Man stelle sich vor, man geht mit großer Vorfreude zu einem Benefizspiel der Fußballnationalmannschaft Brasiliens gegen einen offensichtlich unterlegenen Gegner. Der Zuschauer wünscht sich schnelle Kombinationen, unvermutete Spielzüge, die tollsten Tricks, die schönsten Tore sowie Spannung durch den  „Underdog“.

All das wurde wahr, für die Zuschauer des Handballspiels SG Ollheim/Straßfeld gegen das Gold-Star-Team um Heiner Brand. Es war ein Handballleckerbissen der Extraklasse, den die mit Welt- und Europameistern, Welthandballern, olympischen Silber-Medaillengewinnern und Handballern des Jahres gespickte Mannschaft dem begeisterten Publikum in der seit Wochen ausverkauften Heimerzheimer Sporthalle bot. Die Stars boten den Handballzauber, den alle von ihnen erwarteten, und sie hatten eine Menge Spaß dabei. Sie tricksten und spielten noch mal eine Variante, obwohl der direkte Angriff bereits zum Erfolg geführt hätte. Gleichzeitig lobten Christian „Blacky“ Schwarzer, Daniel Stephan und Co. bei gelungenen Aktionen der SG Ollheim/Straßfeld ihre Gegner.

Die Mannschaft der SG Ollheim/Straßfeld legte bereits nach einer kurzen Anfangsphase den Respekt vor den großen Namen ab und erzielte beachtliche 28 Tore, von denen jedes einzelne gefeiert wurde. Schließlich stand im Tor des Gold-Star-Teams der siebenmalige Handballer des Jahres, „Hexer“ Andreas Thiel.

 

Zahlreiche spektakuläre Anspiele und Würfe, insbesondere durch Stephan Kretzschmar, bejubelten die Zuschauer ebenso, wie die Aktionen ihrer eigenen Mannschaft. Und Stephan Kretzschmar nahm seinerseits den Kontakt zum Publikum während des Spiels gerne auf. So bot er einem jungen Nachwuchsspieler der SG Ollheim/Straßfeld an der Seitenlinie an, für ihn kurz aufs Spielfeld zu wechseln. Mit einem weiteren Zuschauer fachsimpelte er über sein Missgeschick, als er einen Abwurf von Andreas Thiel aufnehmen wollte und ihm der Ball durch die Hände rutschte.

Das Ergebnis von 28:43 interessierte am Ende niemanden wirklich, denn mit dem Schlusspfiff stürmten die Zuschauer das Spielfeld, wo es Stars zum Anfassen gab. Diese nahmen sich für jeden Fan Zeit, bis aber auch wirklich alle Fragen und alle Autogramm- und Fotowünsche beantwortet und erfüllt waren. Die Benefizveranstaltung zugunsten des Deutschen Kinderhospizvereins diente einem guten Zweck und war beste Handballwerbung.

Bereits am späten Nachmittag trafen die Oberliga-Handballerinnen der SG Ollheim/Straßfeld auf den Bundesligisten Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern. Gegen diesen erstklassig besetzten Gegner boten die Damen der SG schöne Kombinationen, packende Zweikämpfe und zeigten einen enormen Kampfeswillen. Der spielerischen und konditionellen Überlegenheit mussten sie jedoch letztendlich Tribut zollen. Aber auch hier stand das Endergebnis von 16:39 nicht im Vordergrund. Die Zuschauer feierten jedenfalls beide Mannschaften nach einem temporeichen Spiel.

Interview mit dem Vorsitzenden der SG Ollheim/Straßfeld, Christoph Hein.

 Frage: Sie haben lange Handball gespielt, helfen heute noch manchmal aus; was bedeutet Handball für Sie?

 

Hein: Ich habe über 30 Jahre aktiv Handball gespielt. Es ist eine faszinierende Sportart, die alles bietet: Dynamik, Technik, Spielwitz und vor allem Teamgeist. Gerade als Mannschaftssportart gibt sie einem das Gefühl, auch in Niederlagen nie alleine zu sein. Ein schönes Gefühl.

 

Frage: "100 Jahre TV Ollheim", welche Gedanken stellen sich da ein? Was bedeutet es für Sie persönlich und als Vorsitzender?

 

Hein: Natürlich ist man auch ein bisschen stolz auf so ein tolles Ereignis. 100 Jahre sind ja eine Zeitdauer, die für einen kaum greifbar ist. Dies zeigen auch die vielen Fotos aus unserem Vereinsarchiv. 100 Jahre Sportverein verdeutlichen, dass die Ideale der Gründer, sportliche Ertüchtigung, Jugendarbeit und Kameradschaft, immer noch wichtige Aspekte im Zusammenleben von Menschen sind.

 

Frage: Was beeindruckt Sie am meisten im Rückblick auf die Vereinsgeschichte?

 

Hein: Für mich ist die Zeit der Vereinsgründung sehr faszinierend. Man stelle sich die Zeit vor, in der nicht alles so verfügbar war, in der nicht alles so einfach war. Dass sich in dieser Zeit Menschen zusammengefunden haben, die sich für andere einsetzen, dies ist bemerkenswert. Damals wie heute. Dies ist ein sehr wichtiger Baustein in unserer Gesellschaft.

 

Frage: Wie lautet das Erfolgsrezept des Vereins in einem eher kleinen Ort?

 

Hein: Spaß am Sport, Begeisterung, Vorbild sein, Kameradschaft untereinander.

 

Frage: Was wünschen Sie sich für die Zukunft der SG Ollheim/Straßfeld?

 

Hein: Wie in anderen Vereinen auch: Dass sich viele Kinder, Jugendliche und Eltern davon überzeugen, wie wichtig das Leben in der Gemeinschaft und damit auch im Verein ist. Auf unseren Verein speziell bezogen heißt das, eine gute Jugendarbeit mit viel Freude und Spaß, einem gesunden Ehrgeiz, aber auch einer Mitarbeit aller in der Vereinsarbeit.

 

 

Handball-Weltmeister in Swisttal zu Gast

TV Ollheim: Spektakel zum 100. Geburtstag in Heimerzheim

Swisttal-Heimerzheim (sae). Von diesem Abend werden die Handballer der SG Ollheim/Straßfeld noch in Jahren reden: Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum des TV Ollheim traten die Verbandsliga-Herren in der Halle am Höhenring in Heimerzheim gegen das deutsche Gold-Star-Team an, welches sich aus Spielern des Weltmeister-Teams von 2007 und des Europameisters von 2004 zusammensetzte. Zu den absoluten Superstars auf dem Feld gehörten dabei zweifellos Stefan Kretzschmar, Christian "Blacky" Schwarzer sowie Torwart Andreas Thiel, besser bekannt unter seinem Spitznamen "Hexer".

Nur auf einen Star mussten die Handball-Fans an diesem Abend verzichten: Trainer-Legende Heiner Brand, der charismatische Mann mit dem Schnauzer musste kurzfristig zum Frauen-Länderspiel nach Trier. Seine Aufgabe übernahm Ex-Gummersbach Trainer Slatan Siric. "Nach fünf Tagen waren alle Eintrittskarten weg", freute sich SGO-Trainer Dirk Kowalke über die mit 450 Zuschauern restlos ausverkaufte Sporthalle am Heimerzheimer Höhenring und fügte hinzu: "Die Nachfrage war so groß, wir hätten locker doppelt so viele Eintrittskarten verkaufen können." Diejenigen, die das Glück hatten, eines der begehrten Tickets zu ergattern, bekamen für ihr Geld eine großartige Show geboten.

Denn die Stars des vergangenen Jahrzehnts zeigten eindrucksvoll, dass sie ihr Können noch längst nicht verlernt haben. Insbesondere Weltmeister Stefan Kretzschmar sorgte mit zahlreichen spektakulären Torwürfen für Begeisterung. Ob per Dreh-Rückhandwurf mit Pirouette, oder Kempa-Tor nach Anspiel von Christian Schwarzer - statt einfach nur aufs Tor zu werfen bot Kretzschmar den Zuschauern ein Kabinettstückchen nach dem anderen. Die jubelten natürlich besonders laut, wenn die eigene Mannschaft dem All-Star-Team ein Tor einschenken konnte. Am Ende triumphierte das All-Star-Team zwar mit 43:28 gegen seine Gastgeber, doch interessierte sich wohl kaum jemand für den Spielstand. Schließlich stand an diesem Abend eindeutig die Show und nicht das Ergebnis im Vordergrund. Neben Kretzschmar, Schwarzer und Thiel traten Michael Krieter, Thomas Knorr, Marc Nagel, Nils Lehmann, Jan Olaf Immel, Daniel Stephan und Max Ramota für die All-Stars an.

Für Ollheim/Straßfeld spielten neben dem extra für dieses Spiel aus dem Ausland angereisten Daniel Rohloff, Martin Kallweit, Frank Esser, Christoph Hein, Markus van Zuilekom, Markus Radermacher. Andreas Bröhl, Daniel Wins, Tobias Felten, Sascha Pasternak, Andreas Franken, Thomas Hostnik, Sascha Hostnik, Markus Schwalb, Matthias Kröschel sowie Trainer Dirk Kowalke. Zuvor traten Ollheims Oberliga-Damen gegen den Bundesligisten Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern an. Auch hier zogen die Gastgeber den Kürzeren, musste man sich doch erwartungsgemäß dem in allen Belangen überlegenen Bundesligisten mit 16:39 geschlagen geben. Kim Pappert, die dank Doppelspielrecht sowohl in Ollheim als auch bei den Vulkan-Ladies spielt, gelangen fünf Tore für die SGO sowie zwei Treffer im Trikot der Gäste. Die auch für die TSV Bonn spielberechtigte Maja Klingenberg erzielte für Koblenz acht Treffer.

Quelle: Blickpunkt - Schaufenster

100 Jahre TV Ollheim

Das große Jubiläum wurde zum Fest für die ganze Familie

Swisttal-Ollheim (ad). Schade - das große Kinder- und Familienfest des Turnverein Ollheims litt doch ein wenig unter den schlechten Wetterbedingungen. Dabei hatten sich die Organisatoren so viel Mühe gegeben, zum 100jährigen Bestehen des Vereins ein buntes und abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie zu präsentieren. Nach dem Dankgottesdienst und der Kranzniederlegung begann die Western-Olympiade - sogar mit einem echten "Bull-Riding", und nachmittags konnten die Kinder sogar auf echten Ponys reiten. Kinderschminken und Cowboy-Hüpfburg waren weitere Höhepunkte.

Auch Bürgermeister Eckhard Maack gratulierte zum Jubiläum und überreichte im Auftrag des Bundespräsidenten eine Urkunde und eine Bronzeplakette, mit der das Engagement des Vereins in diesen 100 Jahren für die Entwicklung des Sports gewürdigt wurde. Vorsitzender Christoph Hein und sein Stellvertreter Dirk Kowalke nahmen die Auszeichnung mit Stolz entgegen. Der Bürgermeister hob in seinem Grußwort auch das Engagement des Turnvereins Ollheims in der Dorfgemeinschaft hervor.

Quelle: Blickpunkt - Schaufenster